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Die Mahn- und Gedenkstätte am Veckenstedter Weg in Wernigerode wird Gegenstand der Forschung. (…)

(…) Den gebürtigen Niedersachsen interessiert die Art und Weise, wie die Geschichte des nationalsozialistischen Lagers in der DDR dargestellt und konstruiert wurde. „Da verschränken sich NS- und DDR-Geschichte.“ Auffällig sei, dass weniger die NS-Zeit als vielmehr die Geschichte der Arbeiterbewegung im Fokus gestanden habe.
Diese Geschichte sollte ihr Publikum finden. Die Mahn- und Gedenkstätte zählte zu den größten ihrer Art in der DDR. Rund 8000 Menschen haben Jahr für Jahr an den Kundgebungen zum Tag der Opfer des Faschismus teilgenommen. Zahlreiche Schulklassen haben die Ausstellung in den früheren Häftlingsbaracken besichtigt. „Es gab sicherlich keine kleinere Gedenkstätte, die gestalterisch so gut ausgestattet war“, sagt Homann. Für den Ausbau zum Gedenkzentrum spielte einerseits der Zustand des historischen Ortes eine Rolle. „Es war das letzte, komplett erhaltene Konzentrationslager auf dem Gebiet der DDR.“

The memorial on Veckenstedter Weg in Wernigerode is the subject of research. (…)

(…) The native of Lower Saxony is interested in the way the history of the National Socialist camp in the GDR was presented and constructed. „Here, Nazi and GDR history intertwine.“ It is noticeable that the focus was less on the Nazi era and more on the history of the labour movement.
This history should find its audience. The memorial was one of the largest of its kind in the GDR. About 8000 people participated year after year in the rallies on the Day of the Victims of Fascism. Numerous school classes visited the exhibition in the former prisoners‘ barracks. „There was certainly no smaller memorial, which was so well equipped in terms of design“, says Homann. On the one hand, the condition of the historical site played a role in the expansion into a memorial centre. „It was the last completely preserved concentration camp on GDR territory.“

Volksstimme, 19.01.2016